Bacharach
„Zu Bacharach am Rheine, wohnt eine Zauberin, sie war so schön und feine und riß viel Herzen hin.“ Schon Clemens Brentano war um 1800 hingerissen von dem Ort Bacharach am Mittelrhein, der heute Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal ist und noch heute werden Besucher von den Sagen um die Loreley und der Rheinromantik angezogen.
Seit merowingischer Zeit ist der Ort Bacharach ständig besiedelt, doch erstmals urkundlich erwähnt wird Bacharach zu Beginn des 11. Jahrhunderts. Im Laufe der Jahrhunderte übernahmen verschiedene Pfalzgrafen die Herrschaft über Bacharach, denn der Ort war u.a. die wichtigste Umladestation für den Weinhandel. Hier wurden die Weinfässer von kleineren auf größere Schiffen verladen, der Wein trug ab jetzt die Bezeichnung „Bacharacher“ und 1356 erhielt Bacharach die Stadtrechte. Zur Befestigung der neuen Stadt wurde mit dem Bau einer Stadtmauer begonnen, die um 1400 vollendet war. Obwohl schon der Dreißigjährige Krieg für Schaden sorgte, brachten die Franzosen verheerende Zerstörungen, als sie 1689 Burg Stahleck und vier Türme der Stadtmauer sprengten. Als Folge der im 19. Jahrhundert verbreiteten Rheinromantik, wurden im 20. Jahrhundert auch Instandsetzung und Erhalt der Baudenkmale vorangetrieben. Vor allem die Ruinen der Stadtmauer und der Burg Stahleck sowie die Relikte der Wernerkapelle bedurften der schnellen Sicherung vor dem Verfall.
Dank der heute gesicherten und instandgesetzten Baudenkmale zeugt Bacharach als Ensemble von der mittelalterlichen Stadt- und Baukultur. Die Stadtmauer und Burg Stahleck erzählen von frühen Bemühungen, die Stadt zu sichern, die Ruine der Wernerkapelle sowie die Kirche St. Peter sind Zeugnisse hochentwickelter Kirchenbaukunst. Aber auch die einzigartige Lage am Mittelrhein und zahlreiche Volksfeste, wie die „Kulinarische Sommernacht“ an jedem vierten Augustwochenende oder der mittelalterliche „Vierthälermarkt“, laden ein, die Stadt zu erleben und die Abende am Rhein mit einem Glas „Bacharacher“ ausklingen zu lassen.
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