Architektur in Berlin

Reichstagsgebäude

Jahr für Jahr lockt das Reichstagsgebäude viele Besucher der Bundeshauptstadt Berlin in seinen Bann. Das Bauwerk ist nicht nur einer der größten Besuchermagneten der Stadt, sondern dient seit dem 1999 auch wieder als Sitz des gesamtdeutschen Parlaments. Entdecken Sie auch das sich in unmittelbarer Nähe befindende Brandenburger Tor oder das Sowjetische Ehrenmal.

Zwischen 1884 und 1894 erbaute Paul Wallot, der den damals ausgeschriebenen Wettbewerb gewann, im Berliner Ortsteil Mitte das Reichstagsgebäude. Wallot gestaltete das Parlamentsgebäude im Stile des Historismus. Er verwendete für die Außenform Einflüsse aus der italienischen Hochrenaissance und verband sie mit einigen Elementen aus der deutschen Renaissance sowie des Neobarock und setzte dem Bauwerk eine aus Stahl und Glas gefertigte Kuppel auf. Traditionalisten lehnten die technische Modernität der Kuppel ab und jungen Kritikern missfiel der Quaderbau im Stil der Renaissance. Kaiser Wilhelm II. eröffnete den Reichstag am 5. Dezember 1894 mit folgenden Worten: „Möge Gottes Segen auf dem Hause ruhen, möge die Größe und Wohlfahrt des Reiches das Ziel sein, das alle zur Arbeit in seinen Räumen Berufenen in selbstverleugnender Treue anstreben!“

Die Geschichte der Weimarer Republik ist eng verbunden mit dem Reichstagsgebäude. So rief der Sozialdemokrat Philipp Schneidemann am 9. November 1918 von einem Fenster des Gebäudes die Republik aus und verkündete somit das Ende der Monarchie. Ein weiterer geschichtsträchtiger Moment fand in der Nacht zum 28. Februar 1933 statt, als das Bauwerk zum Opfer eines Brandanschlages wurde, dem sogenannten Reichstagsbrand. Ein erneuter Schicksalsschlag folgte in der Phase des Zweiten Weltkrieges, als das Gebäude im Zuge der Besetzung Berlins im Jahre 1945 erheblich beschädigt wurde. 28 Jahre später vollendete der Architekt Paul Baumgarten den Wiederaufbau.

Nach dem Bundestagsbeschluss, Parlament und Regierung nach Berlin zu verlegen, erhielt der britische Architekt Norman Foster den Auftrag zum Umbau des Reichstagsgebäudes. Die Renovierung umfasste auch die Wiedererrichtung einer modifizierten, aber dennoch dem Werk Wallots entsprechenden Kuppel. Die neu errichtete Kuppel bietet den heutigen Besuchern einen eindrucksvollen Blick sowohl in das Parlament als auch über die Stadt. Zahlreiche bekannte Künstler wie Gerhard Richter, Sigmar Polke und Katharina Sieverding sind an der künstlerischen Gestaltung des Reichstags beteiligt gewesen.

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    Reichstagsbebäude

    Autor: Baedecker Redaktion

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    1894 eingeweiht, 1933 ausgebrannt, 1945 zerschossen, seit 1990 wieder gesamtdeu ... Ganzen Text lesen

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    REICHSTAGSGEBÄUDE
    1894 eingeweiht, 1933 ausgebrannt, 1945 zerschossen, seit 1990 wieder gesamtdeutsches Parlament: Das Reichstagsgebäude hat eine wechselvolle Geschichte. Die neue Kuppel ist ein Wahrzeichen Berlins geworden.
    Öffnungszeiten (Kuppel):tgl. 8.00–22.00 Uhr (z.T. längere Wartezeiten)Sicherheitsschleuse
    Bevor man auf die Kuppel darf, muss man die Sicherheitsschleuse passieren. Im gläsernen Besucheraufzug geht es hinauf.
    Kuppel
    Die gläserne Kuppel ist 23,5 m hoch und hat an der Basis einen Durchmesser von 40m. Zwei gegenläufige Rampen führen hinauf zur Aussichtsplattform bzw. wieder hinab. Ihre bautechnische Funktion: Sie leitet Frischluft und durch die Spiegelkonstruktion Licht in den Plenarsaal.
    Dachterrasse
    Für eine Pause bietet sich das Dachgartenrestaurant an.
    Plenarsaal
    Die Zahl der Sitzplätze schwankt durch sogenannte Überhangmandate je nach Wahlergebnis; die Sitzreihen werden ebenfalls in jeder Legislaturperiode neu angeordnet. Von den Abgeordneten aus gesehen befinden sich links vom Rednerpult und den Präsidiumsplätzen die Regierungsbank, rechts die Plätze für Vertreter des Bundesrats.
    Fraktionssitzungssäle
    Im Südflügel liegt unter den Sitzungssälen das Bundestagspräsidium.

    Moderne Kunst
    Zeitgenössische Künstler haben im Reichstagsgebäude ihre Arbeiten hinterlassen, darunter in der Eingangshalle die deutschen Farben in der Bearbeitung von Gerhard Richter und im südlichen Lichthof ein Bodenrelief von Ulrich Rückriem.Graffitti
    Inschriften, die sowjetische Soldaten nach der Eroberung an den Wänden angebracht haben, sind z.T. konserviert worden.

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    Reichstagsgebäude

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    Reichstagsgebäude

    Vom Brandenburger Tor sieht man bereits das Reichstagsgebäude, das 1884–1894  ... Ganzen Text lesen

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    Reichstagsgebäude

    Vom Brandenburger Tor sieht man bereits das Reichstagsgebäude, das 1884–1894 von Paul Wallot im Stil der italienischen Hochrenaissance entworfen wurde. Bis zum 27. Februar 1933, dem Tag des Reichstagsbrandes, kam hier der Deutsche Reichstag zusammen. Der Brand, mit großer Wahrscheinlichkeit von dem niederländischen Kommunisten Marinus van der Lubbe als Alleintäter gelegt, war Anlass für die »Verordnung zum Schutz von Volk und Staat« am Tag darauf, die den Nazis die Gelegenheit gab, ihre politischen Gegner zu verfolgen und zu beseitigen. Der Reichstag ist nach dem Aus- und Umbau nach Plänen des britischen Architekten Norman Foster ständiger Tagungsort des Bundestags. Seine große touristische Attraktion ist die Glaskuppel auf dem Dach, zu deren Spitze man auf spiralförmigen Rampen wandelt. Von oben überblickt man u.a. sehr gut den Spreebogen mit dem riesenhaften Bundeskanzleramt, der Schweizer Botschaft davor (die den Krieg mehr oder weniger unbeschadet überstanden hat) und die Blöcke mit den Abgeordnetenbüros.

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Reichstagsgebäude

Platz der Republik 1 11011 Berlin
+49 30-227 321 52

http://www.bundestag.de/interakt/besucherinfo/kupp.html
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