Weißrussland
Zu Beginn des Mittelalters besiedelten größten Teils ostslawische Stämme das Gebiet des heutigen Weißrusslands. Später wurde der Landstrich Teil des Kiewer Reiches. Im 14. Jahrhundert eroberte das Großfürstentum Litauen das weissrussische Gebiet, das bis zum Ende des 18. Jahrhunderts Teil des Doppelstaates Polen-Litauen bleiben sollte.
Nach der Teilung Polens geriet das Gebiet wieder unter russische Herrschaft, wurde aber während des Ersten Weltkrieges und dem Einmarsch des Deutschen Heeres hart umkämpft und war zeitweise sogar eine unabhängige Republik. Nach dem polnischen Sieg wurde Weißrussland an Polen angegliedert, nur ein kleiner Teil wurde der Sowjetunion zugesprochen. Dieser bildete die Weißrussische Sozialistische Sowjetrepublik.
Im Zweiten Weltkrieg wurde ganz Weißrussland von der deutschen Wehrmacht besetzt. Diese zerstörte weite Teile der Bebauung und denunzierte fast 25 Prozent der Bevölkerung.
Die weißrussische Bevölkerung litt nach der Katastrophe von Tschernobyl (Ukraine) unter dem radioaktiven Niederschlag.
Seit Ende 1991 gilt Weißrussland als unabhängiger und eigenständiger Staat, allerdings beschreiben westliche Beobachter das Land oft als "letzte Diktatur Europas".
