Stadt in Bayern

Regensburg

Regensburg ist eine der ältesten Bistümer und ebenso eine der ältesten Städte Deutschlands. Der historische Stadtkern ist die größte mittelalterliche Altstadt Deutschlands und wurde 2006 von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet. Nördlich der Alpen besitzt Regensburg die größte Anzahl an Geschlechtertürmen wie dem goldenen Turm. Daher wird sie auch als „nördlichste Stadt Italiens“ bezeichnet.

Der historische Stadtkern Regensburgs ist weitestgehend erhalten und damit die größte mittelalterliche Altstadt Deutschlands. Umsichtige und von der Bevölkerung mitgetragene Sanierungsmaßnahmen haben den Bestand von über 1.000 geschützten Denkmälern bis heute gesichert. Am 13. Juli 2006 wurde die Regensburger Altstadt von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Das Gebiet des Regensburger Donaubogens war bereits seit der Steinzeit besiedelt. Erst 2006 konnten keltische Gräber nachgewiesen werden, die ins 4. Jahrhundert v. Chr. datiert werden. Die Geschichte der Stadt beginnt mit der Gründung eines römischen Kohortenkastells im Jahre 79 n. Chr. im heutigen Stadtteil Kumpfmühl. Daneben fanden sich auch Reste von Beobachtungstürmen und Steinmauern. Der heutige Römer Pavillon am Kornweg beherbergt die Ruine der vermutlich ältesten römischen Brauerei nördlich der Alpen. Nachdem Markomannen in den 160ern das Kohortenkastell zerstörten, ordnete Kaiser Mark Aurel, nach dem Zurückdrängen der Feinde an, das Legionslager „Castra Regina“ zu errichten. Das Lager wurde 179 n. Chr. eingeweiht und war militärischer Hauptstützpunkt der Provinz Raetia. Aus dieser Zeit stammt auch die Porta Praetoria. Es handelt sich um ein Ausfalltor des Legionslagers und ist eines der ältesten erhaltenen Bauwerke der Stadt. Um 400 führte die Völkerwanderung zur Aufgabe des Lagers, das fortan als mauerbewehrte Zivilsiedlung weiter bewohnt wurde. Regensburg war zur Zeit Karls des Großen der Hauptsitz der Agilolfinger Herzöge. Im 9. Jahrhundert war Regensburg eine wichtige Stadt für das ostfränkische Karolingerreich. Der Fernhandel florierte und verband die Stadt unter anderem mit Paris, Venedig und Kiew. So erlebte die Stadt ihre erste Blüte und die Regensburger Bürger lebten in einer der einwohnerstärksten und wohlhabendsten Städte Deutschlands. Ein Zeichen dieses Wohlstandes war der Bau der mächtigen Steinernen Brücke zwischen 1135 und 1146, die im Mittelalter als wahres Bauwunder gegolten hat. Im 12. Jahrhundert war Regensburg Ausgangspunkt für den zweiten und dritten Kreuzzug. Die strategisch günstige Lage am Donauübergang mag dafür verantwortlich gewesen sein. König Philipp von Schwaben und Kaiser Friedrich II. verliehen 1207 und 1230 das Recht der freien Reichsstadt und nachdem die bayerischen Herzöge 1255 nach Landshut auszogen, erstarkte die Bürgerschaft. In dieser Folge begann der über Jahrhunderte fortbestehende Konflikt zwischen der Stadt, dem Regensburger Bischof und dem Herzogtum Bayern. Nach 1260 wurde damit begonnen den Dom St. Peter zu errichten. Neben der Steinernen Brücke ist der Regensburger Dom das Wahrzeichen der Stadt. Nach Auseinandersetzungen zwischen Kirche und Rat wurde Regensburg 1542 protestantisch. Man versprach sich davon größere Unabhängigkeit vom katholischen Bischof und vom Kaiser. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt von den Schweden eingenommen, konnte aber Mithilfe von kaiserlichen und bayerischen Truppen wieder zurückerobert werden. Als wichtiges Zentrum des Ostfränkischen Reiches wurden häufig Reichstage im Rathaus abgehalten und ab 1663 wurde der immerwährende Reichstag eingeführt. Nicht nur der Kaiser und die Fürsten des Heiligen Römischen Reiches, sondern allerlei Gesandte aus ganz Europa waren hier zu Gast. 1803 fiel die Entscheidung auf den Reichsdeputationshauptschluss der die Auflösung des Heiligen Römischen Reiches zur Folge hatte. Ein Großteil der Klöster wurde säkularisiert und Regensburg wurde zum eigenständigen Fürstentum ernannt. Im fünften Koalitionskrieg besetzte ein österreichisches Armeekorps 1809 die Stadt, woraufhin die Franzosen die Stadt stürmten. Regensburg musste an das Königreich Bayern abgetreten werden, was den Verlust der politischen Bedeutung Regensburgs zur Folge hatte. Später wurde Regensburg Hauptstadt des Regenkrieses und ab 1838 Hauptstadt des Kreises Regensburg und Oberpfalz. 1859 wurde die Stadt an das Eisenbahnnetz angeschlossen und 1910 der Luitpoldhafen (heute Westhafen) eröffnet. Während des zweiten Weltkriegs blieb die Altstadt im Vergleich zu anderen deutschen Innenstädten besser erhalten, obwohl fast 30 Bombenangriffe auf die Stadt geflogen wurden. Die Stadt wurde letztendlich kampflos übergeben, nicht zuletzt aufgrund der Demonstrationen der Regensburger Frauen und des Dompredigers Dr. Johann Maier. Er wurde wegen Sabotage am nächsten Tag öffentlich hingerichtet. An dieser Stelle ist heute ein Mahnmal errichtet. Seit 2005 ruhen die Gebeine Maiers im Regensburger Dom. Nach dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft wuchs die Einwohnerzahl durch Flüchtlingsströme schnell an. In den 70er und 80er Jahren siedelten sich diverse Industrien an und es wurden zahlreiche Infrastrukturveränderungen durchgeführt.

Besuchen Sie diese Jahrhunderte alte Stadt die noch heute einen ganz besonderen Charme besitzt. Wenn sich nach der Besichtigung der zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Hunger meldet, kehren Sie ein im „Wurstkuchl“, einer historischen Wurstküche an der Donaupromenade und genießen Sie dort traditionelle Gerichte.




Regensburg

Tourist-Information Altes Rathaus Rathausplatz 3 93047 Regensburg
+49 941-507 4410 /-11 /-12
+49 941-507 4418
http://www.tourismus.regensburg.de
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