Stadt in Bayern

Bamberg

Die Kaiser- und Bischofsstadt Bamberg wurde als Tausendjähriges Gesamtkunstwerk 1993 in die UNESCO-Liste des Welterbes der Menschheit aufgenommen und gilt als eine der schönsten Städte Deutschlands.

Namentlich erwähnt wurde Bamberg im Jahre 902 in der Chronik des Geschichtsschreibers Regino von Prüm. 105 Jahre später wurde das Bistum Bamberg durch den Kaiser Heinrich II. gegründet und erhielt wenig später den ersten Bamberger Dom, der durch den heutigen Bau ersetzt wurde. Nach der Gründung des Benediktinerklosters St. Michael (1015) wurde die Stadt zu einem bevorzugten Zentrum des Heiligen Römischen Reiches und für kurze Zeit zu dessen Hauptstadt erwählt. Zu den wichtigsten historischen Ereignissen in Bamberg zählen das Gipfeltreffen zwischen Kaiser Heinrich II. und Papst Benedikt VIII. sowie die Wahl des Bamberger Bischofs Suidger 1046 zum Papst Clemens II., der beide Ämter bis zu seinem Tode innehatte. In den folgenden Jahrhunderten spielte Bamberg eine politisch, kirchlich und wirtschaftlich wichtige Rolle. So war die Bischofsstadt zum Beispiel nach Mainz der zweite Ort, an dem der Buchdruck ausgeübt wurde (1460). Die kulturelle Blüte erfolgte schließlich unter den Fürstbischöfen Lothar Franz (1693–1729) und Friedrich Carl von Schönborn (1729–1745), die Bamberg durch einen Auf- und Umbau im barocken Stil einen beträchtlicheren fürstlichen Anspruch verliehen. Den Schwerpunkt auf soziale Einrichtungen legte der folgende Fürstbischof Franz Ludwig von Erthal (1779-1795), der Kranken- und Brandversicherungen gründete und ein allgemeines Krankenhaus errichtete.
1993 wurde Bamberg mit seinen über 2.000 denkmalgeschützten Gebäuden in die UNESCO-Liste des Weltkultur- und -naturerbes der Menschheit aufgenommen. Heute kann die Stadt nicht nur mit seiner historisch reichen Geschichte, seinem breiten kulturellen Angebot und der wunderschönen Natur- und Flusslandschaft begeistern.

Als florierender Wirtschaftsstandort lockt die Universitätsstadt auch mit ihrer hohen Lebensqualität und ihren weltberühmten Bamberger Symphoniker. Erleben auch Sie das bauhistorische und städtebauliche Gesamtkunstwerk Bamberg.

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    Bamberg

    Autor: Baedecker Redaktion

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    Tausend Jahre Baukunst prägen das unverwechselbare Stadtbild Bambergs, das wie das antike Rom auf sieben Hügeln erbaut wurde. Seine vom Krieg verschont gebliebene und vom einzigartigen Kaiserdom überragte Altstadt, seit 1993 UNESCO-Weltkulturerbe, ist ein denkmalgeschütztes Gesamtkunstwerk zwischen Gotik und bürgerlichem Barock.

    Geschichte
    Bereits 902 wurde Bamberg als Sitz des Geschlechts der Babenberger (castrum Babenberch) erstmals erwähnt. 1007 gründete Kaiser HeinrichII. das Bistum, errichtete eine Kaiserpfalz und ließ den ersten Dom erbauen (1012 geweiht). Dieser brannte allerdings zweimal nieder und wurde von 1211 an durch den heutigen Dom mit dem berühmten Bamberger Reiter ersetzt. Im 16.Jh. probten die Bürger den Aufstand, doch behielten die katholischen Fürstbischöfe die Oberhand. Folgerichtig stand die Stadt im Dreißigjährigen Krieg auf Seiten der Katholischen Liga; nach dessen Ende (1648) erlangte Bamberg unter den Fürstbischöfen Lothar Franz und
    Friedrich Karl von Schönborn eine hohe kulturelle Blüte: Der Barock hielt Einzug. 1802/03 kam Bamberg infolge der Säkularisierung an Bayern. 1818 wurde das Bistum zum Erzbistum erhoben.

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Bamberg

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