Aachen
Die Stadt Aachen liegt im Dreiländereck zwischen Deutschland, Belgien und den Niederlanden und war deshalb von jeher eine der „europäischsten“ Städte Deutschlands. Karl der Große, der Aachen als seine Reichsresidenz ausbauen ließ, verlieh der Stadt durch Reichsversammlungen und Synoden bereits im 9. Jahrhundert eine internationale Bedeutung.
Der Bereich um die heutige Stadt Aachen war bereits im Neolithikum (zwischen 3000 und 2500 v. Chr.) besiedelt. Nachdem Kelten und Römer hier gelebt hatten, baute der fränkische König Pippin der Jüngere, Vater Karls des Großen, hier einen ersten Hof. Sein Sohn erbte das fränkische Reich und ließ Aachen zur Reichsresidenz ausbauen, zu welcher der Palast, an dessen Stelle heute das Rathaus steht, und die Pfalzkapelle, Kernbau des heutigen Aachener Doms, gehörten. Am 28. Januar 814 wurde Karl der Große im Vorhof der Kapelle beigesetzt, wodurch die Aachener Pfalzkapelle zur kaiserlichen Grablege wurde. Nachdem sich der Sachsenkönig Otto I. 936 in Aachen hatte krönen lassen, blieb die Stadt für 600 Jahre Krönungsort der deutschen Könige. 1166 bekam Aachen das Stadtrecht verliehen und 1171 legte Kaiser Friedrich I. Barbarossa eine Stadtmauer zum Schutz vor Feinden an, die noch heute seinen Namen trägt. Aachen wurde in der Folgezeit auch zur „Friedensstadt“, denn der Erste Aachener Friede beendete den Devolutionskrieg (1667–1668) zwischen Spanien und Frankreich und der Zweite Aachener Friede leitete das Ende des Österreichischen Erbfolgekrieges (1740–1748) ein. Seit 1950 wird deshalb der Internationale Karlspreis in Aachen verliehen, der besondere Verdienste um den Frieden in Europa ehrt.
Unbestritten ist der Aachener Dom das Highlight eines jeden Besuchs in Aachen. Er wurde, gemeinsam mit seinem einzigartigen Domschatz, 1978 als erstes deutsches Denkmal in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Die wichtigsten Wirkungsstätten Karls des Großen werden durch die „Route Charlemagne“ miteinander verbunden und können so vom Besucher nachverfolgt werden. Das Haus Löwenstein, eines der wenigen gotischen Gebäude der Altstadt oder der Elisenbrunnen, ein Bau Friedrich Schinkels, sind sehenswerte Bauwerke der Stadt. Das Suermondt-Ludwig-Museum beeindruckt mit umfangreichen Glasmalerei-Beständen und Skulpturen aus dem Mittelalter. Es zeigt aber auch Werke bis ins 20. Jahrhundert. Auch Sportbegeisterte kommen in Aachen auf ihre Kosten: Seit 1947 findet hier jährlich die CHIO Aachen statt. Das Reitsportturnier ist eines der größten seiner Art in Europa. In seinem Rahmen wird der Große Preis von Aachen ausgetragen.
Tourist Info Elisenbrunnen Friedrich-Wilhelm-Platz 52062 Aachen
0241-180 29 60 oder -61
0241-180 29 30
http://www.aachen-tourist.de
