Santiago de Compostela
Santiago de Compostela ist durch seine Rolle als Ziel des Jakobswegs weltweit bekannt. Die Stadt ist aber auch Hauptort von Galicien und Erzbischofsitz.
Santiago ist eng mit dem Hl. Jakobus verbunden: Nach seiner Hinrichtung 43 n. Chr. durch Herodes Agrippa I. von Judäa wurde sein Leichnam in ein Boot gelegt, das bis an die Küste Spaniens trieb. Die Gebeine wurden in einem Steingrab beigesetzt, das sich auf dem Gebiet von Santiago de Compostela befunden haben soll. Im 9. Jahrhundert soll ein Einsiedler eine Vision gehabt haben, die ihn zum Grab des Apostels führte. Nachdem tatsächlich ein Grab gefunden wurde, ließ König Alfons II. von Asturien dort eine Kirche errichten, die sich zum Wallfahrtsort entwickelte. Um die Kirche herum entstand dann ein Dorf, das sich im 10. Jahrhundert zur Stadt Santiago vergrößerte. Im 11. Jahrhundert wurde dann die Kathedrale gebaut, die heute die Zierde der Stadt ist und nicht nur bei den Pilgernsehr beliebt ist. Neben Rom und Jerusalem gehört Santiago de Compostela zu den bedeutendsten Wallfahrtsorten der Christenheit. Seit 1985 gehört die Altstadt zum UNESCO Weltkulturerbe. Der Jakobsweg wurde zwei Jahre später zum ersten europäischen Kulturweg erhoben. Ein besonderes Ereignis war der IV. Weltjugendtag, der 1989 stattfand und zahlreiche Christen aus der ganzen Welt zur gemeinsamen Glaubensfeier einlud. Im Jahr 2000 war Santiago Kulturhauptstadt Europas.
Neben der Kathedrale sollten Sie das Parador-Hotel nicht verpassen: Früher als Hostal de los Reyes Católicos bekannt, war das Gebäude seit 1499 als königliches Hospiz in Nutzung. Es nahm die Reisenden, die nach Santiago kamen auf und ist heute eines der ältesten Hotels der Welt.
