Stadt in Nordrhein-Westfalen

Düsseldorf

Düsseldorf ist die Hauptstadt des Landes Nordrhein-Westfalen und liegt überwiegend rechtsseitig des Rheins im mittleren Teil des Niederrheinischen Tieflandes.

Die Region um Düsseldorf wurde bereits seit der Steinzeit bewohnt. Der archäologische Sensationsfund von 1856 im Neandertal bei Mettmann (etwa 18 Kilometer von Düsseldorf entfernt) gab unserem ausgestorbenen Verwandten den Namen „Neandertaler“. An der Fundstelle befindet sich seit 1996 das Neandertaler-Museum. In den folgenden Jahrhunderten lebten Germanen, Römer und Franken auf dem Gebiet der Stadt. Ihr Gründungszeitraum liegt im Dunkeln. Eine erste schriftliche Erwähnung von „Dusseldorp“ findet sich in einer Kölner Schreinskarte, die frühestens aus dem Jahre 1135 stammt. 1288 erhielt die Stadt infolge der Schlacht von Worringen von Graf Adolf V. von Berg das Stadtrecht. Rund 100 Jahre später machte Graf Wilhelm II. von Berg Düsseldorf zu seiner Residenzstadt. Dieser Aufstieg begünstigte eine erhebliche Erweiterung der Stadt. Durch eine geschickte Heiratspolitik vereinten die Herzöge von Berg ihre Territorien mit denen der Herzogtümer Jülich und Kleve. 1538 bis 1543 war Düsseldorf Hauptstadt eines Verbundes mit weiteren Herzogtümern. 1609 wurde die lange Geschichte der jülich-bergisch-klevischen Regentschaft beendet, nachdem Herzog Johann Wilhelm kinderlos verstarb, ohne eine Erbregelung hinterlassen zu haben. Überdies entbrannte der Jülich-Klevische Erbfolgestreit zwischen den deutschen Fürstenhäusern. Letztlich gelangte das Herzogtum unter pfälzische Herrschaft. Jan Wellem von der Pfalz war seit 1690 Kurfürst der Pfalz und Herzog von Jülich-Berg. Er hielt an Düsseldorf als Residenzstadt fest. Der kurfürstliche Glanz begünstigte die wirtschaftliche, kulturelle und städtebauliche Entwicklung der Stadt. Im 18. Jahrhundert geriet Düsseldorf zunächst unter französische, im 19. Jahrhundert unter preußische Besatzung. Im zweiten Weltkrieg erlitt die Stadt schwere Zerstörungen durch Bombenangriffe. Etwa die Hälfte aller Gebäude wurde zerstört, kaum ein Haus blieb von Schäden verschont.

Heute gehört Düsseldorf neben Frankfurt am Main, Berlin, Hamburg und München zu den sogenannten „Big Five“. Diese Städte zeichnen sich durch ihre internationale Bedeutung als deutsche Wirtschafts-, Verkehrs-, Kultur-, und Politikzentren aus. Düsseldorf ist Messestadt und Sitz zahlreicher börsendotierter Unternehmen. Zwei Binnenhäfen und der Flughafen komplettieren das Bild einer modernen Business-Stadt. Aber auch Kunst und Kultur kommen hier nicht zu kurz. Die Stadt am Rhein ist Sitz von vier Hochschulen, darunter die renommierte Kunstakademie, in der einst Joseph Beuys den Lehrstuhl für monumentale Bildhauerei inne hatte und durch seine legendären Fluxusabende für Aufsehen sorgte. Eine große Zahl von Museen und Galerien lädt Touristen und Einheimische zu einem Besuch ein. Besonders empfehlenswert sind dabei das Museum Kunstpalast, das Werke von der Antike bis ins 21. Jahrhundert zeigt und die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, die aufgeteilt in zwei Häuser (K20 am Grabbeplatz und K21 im Ständehaus) moderne Kunst präsentiert. Über die Grenzen der Region hinaus ist Düsseldorf für die exklusive Einkaufsmöglichkeit in der Königsallee und den Karneval bekannt. Dass es sich lohnt Düsseldorf zu besuchen, beweisen auch die Ergebnisse der Mercer-Studien. Im nationalen und internationalen Städtevergleich schnitt die Rheinmetropole besonders unter dem Kriterium der Lebensqualität gut ab. Düsseldorf ist eine Stadt mit Historie, die dem Puls der Zeit keinesfalls hinterherhinkt. Ihre Modernität und Internationalität ist nicht zuletzt auch ein Grund dafür, dass 2011 der Eurovision Song Contest in der ESPRIT-arena stattgefunden hat.


Düsseldorf

Marktplatz 1 40213 Düsseldorf



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