Ägypten
Das einzig erhaltene der sieben Weltwunder der Antike steht in Ägypten. Es sind die Pyramiden von Gizeh, die seit 1979 zum Weltkulturerbe zählen. Die Pyramiden entstanden etwa zwischen 2620 bis 2500 v. Chr. und die größte unter ihnen ist die Cheops-Pyramide. Der Pharao Cheops ließ sich mit dieser Pyramide nicht nur ein Grabmal, sondern ein Denkmal für die Ewigkeit setzen.
Mitten durch das Land, das etwa 83 Millionen Einwohner hat, von denen allein 8 Millionen in der Hautstadt Kairo wohnen, fließt der Nil. Auf ihn gründet sich der frühe Aufschwung Ägyptens zur Hochkultur und Handelsmacht. Sein Wasser und seine fruchtbaren Uferregionen bilden von jeher die Grundlage für fruchtbaren Ackerbau und Besiedlung der Region. Noch heute ist eine Nilkreuzfahrt eine unverzichtbare Touristenattraktion, die unvergessliche Eindrücke des Landes bietet.
Etwa um 3000 v. Chr. begann sich eine Hochkultur Ägyptens zu entwickeln, die mit der Schaffung eines Königreiches durch die Vereinigung von Ober- und Unterägypten ihren Anfang nahm. Es folgte eine Expansion über Jahrhunderte, die schließlich unter König Amenophis IV. (1364–1347) zum Erliegen kam. Dieser legte den Fokus auf religiöse Fragen und erhob den Sonnengott Aton zum alleinigen Gott. Sein Nachfolger Tutenchamun (1347–1338) schaffte den Monotheismus wieder ab. Unter Ramses II. (1290–1224) erlebte das Neue Reich noch einmal eine Blütezeit, das jedoch von Völkern wie den Hethitern, den Libyern u.a. bedroht wurde. 525 v. Chr. wurde Ägypten vom Perserreich erobert und erstmals Provinz eines fremden Weltreiches und 332 v. Chr. fiel es kampflos in die Hände Alexanders des Großen. In den folgenden Jahrhunderten stand Ägypten unter römischer, arabischer und britischer Kontrolle, bis am 23. Juli 1952, dem heutigen Nationalfeiertag, mithilfe eines Putsches die Republik ausgerufen wurde.
Der Tourismus ist seit etlichen Jahren wirtschaftliche Kraft des Landes. Besonders die ägyptischen Altertümer, etwa die Tempel von Luxor und Abu Simbel oder das Tal der Könige, besitzen seit dem 19. Jahrhundert großer Anziehungskraft für ausländische Besucher. Thomas Cook führte 1869 Briten und Amerikaner, die auf ihren „Grand Tours“ unterwegs waren, durch das Land der Pharaonen und schaffte somit einen Vorläufer der heutigen Pauschalreise. Orte wie Sharm el Sheikh oder Hurghada sind heute vor allem bei Tauchern wegen ihrer faszinierenden Unterwasserwelten beliebt.
