Museum in Mainz

Landesmuseum Mainz

Das Landesmuseum Mainz ist eines der ältesten Museen in Deutschland und präsentiert eine bedeutende kunst- und kulturgeschichtliche Sammlung, die sich von der Vorgeschichte bis zur Kunst des 20. Jahrhunderts erstreckt.

Die Vorgängerinstitution wurde von niemand anderem als Napoléon Bonaparte gegründet, indem er 1803 der „bonne ville de l’Empire“ 36 Gemälde schenkte um eine Basis für eine Gemäldegalerie zu schaffen. Zunächst wurden die Gemälde gemeinsam mit römischen Funden in einer Antiquitätenhalle ausgestellt. Während des 19. und 20. Jahrhunderts erweiterte sich diese Sammlung fortlaufend durch Zusammenlegungen und Schenkungen. 1937 zog die Sammlung in den ehemaligen kurfürstlichen Marstall um, der wegen der überlebensgroßen Pferdestatue auf dem Giebel im Volksmund auch „Golden-Ross-Kaserne“ genannt wird. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude stark beschädigt, die Sammlung blieb jedoch glücklicherweise von größerer Zerstörung verschont. 1962 konnte das Museum nach umfangreichen Bau- und Sanierungsmaßnahmen wiedereröffnet werden. Fünf Jahre später übernahm das Land Rheinland-Pfalz die Finanzierung und legte das Altertumsmuseum mit der Gemäldegalerie zusammen: Das Mittelrheinische Landesmuseum Mainz war geschaffen. In den 70er Jahren wurde der Seitenflügel wiederaufgebaut und ein Ausstellungspavillon im Innenhof errichtet. 1986 wurde das Museum in Landesmuseum Mainz umgetauft. Von 2007 bis 2010 wurden umfangreiche Umbauarbeiten vorgenommen, die zu Teilschließungen und vollständiger Schließung für mehrere Monate führten. Der Sammlungsbestand beinhaltet zahlreiche Highlights aus der Kunst- und Kulturgeschichte. Die Kunstsammlung ist die größte und bedeutendste in Rheinland-Pfalz. Dies gilt ebenso für die graphische Sammlung, die mit über 45 000 Aquarellen, Zeichnungen, Druckgraphiken und mittelalterlichen Miniaturen vom 14. bis zum 16. Jahrhundert brilliert. Die Sammlung römischer Steindenkmäler zählt zu den größten nördlich der Alpen. Besonderes bekannt ist beispielsweise die Große Mainzer Jupitersäule. In Zukunft soll die römische Sammlung im neu geplanten Archäologischen Zentrum Mainz präsentiert werden. Neben den bereits erwähnten archäologischen Funden und der Kunstsammlung sind auch Objekte aus der angewandten Kunst zu sehen, darunter europäische Möbel und Porzellane des 17. und 18. Jahrhunderts. Die Mainzer Stadtgeschichte kommt innerhalb der Sammlung, in der sich auch zahlreiche Portraits der Mainzer Kurfürsten befinden, ebenfalls nicht zu kurz.

Für Kinder gibt es einen eigenen Erlebnisraum im Museum, der auf spielerische Art Wissen zu den verschiedenen Epochen und Werken vermittelt. Schon im Voraus können die kleinen Besucher sich im Internet zusammen mit „Kelti“ dem Keltenhund über die Ausstellungen informieren. Darüber hinaus bietet das Museum wöchentlich und im Rahmen des Mainzer Ferienprogramms Aktivitäten für die jüngsten Kunst- und Kulturfreunde an. Aber auch für Erwachsene ist das Programm reichhaltig: Es gibt zahlreiche Audioguides, Führungen auch in Fremdsprachen, für Blinde und Sehbehinderte sowie für Gehörlose und Hörbehinderte. Einmal im Monat findet die sogenannte Publikumsberatung statt, bei der Fachleute aus Archäologie und Kunstgeschichte mitgebrachte Kunst- und Kulturgüter der Besucher begutachten.




Landesmuseum Mainz

Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz Große Bleiche 49 - 51 55116 Mainz
+49 (0) 6131 / 28 57-0
+49 (0) 6131 / 28 57-288
http://www.landesmuseum-mainz.de
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