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Kontinent

Amerika

Amerigo Vespucci (1451 bis 1512), Navigator und Seefahrer aus Italien, brach 1499 zu einer Expeditionsreise nach Südamerika auf. Als erstem Europäer kam Vespucci der Gedanke, dass es sich bei dem entdeckten Erdteil um einen eigenständigen Kontinent handeln könnte. Seine Briefe, deren Inhalt heute größtenteils angezweifelt wird, galten zu Lebzeiten Vespuccis als authentisch und nicht anzweifelbar, sodass der deutsche Kartograph Martin Waldseemüller den neuen Kontinent auf seiner Weltkarte von 1507 „Amerika“ nannte.

Eingeteilt wird der amerikanische Kontinent in Nord-, Süd-, und Zentralamerika. Zu Nordamerika gehören Grönland, Kanada, USA, Mexiko und mehrere Inselstaaten. Die Staaten des südamerikanischen Kontinents sind u.a. Argentinien, Peru, Chile und Venezuela. Ein Großteil Südamerikas ist jedoch tropisches Gebiet.

Die ersten Siedler ließen sich am Ende der letzten Eiszeit (etwa vor 115.000 bis 10.000 Jahren) in Amerika nieder. Viele der Urvölker betrieben bei der Entdeckung durch die Europäer bereits Ackerbau und Viehzucht, einige waren Jäger und Sammler. Ab etwa 1200 bis 1532 herrschten die Inka, die wohl bekannteste Hochkultur Südamerikas, über große Teile des Kontinentes und schufen ein riesiges Reich. Nach der Entdeckung des Kontinents durch die Europäer dezimierte sich die Anzahl der Ureinwohner um etwa 90 %. Vor allem die fehlende Resistenz gegenüber aus Europa eingeschleppten Krankheiten und Massaker durch Kolonisten an den Ureinwohnern führten zu diesem rapiden Rückgang der Bevölkerungszahlen. Durch die Ankunft der spanischen Eroberer wurde das Inkareich zerschlagen. Bis in das späte 19. Jahrhundert mussten afrikanische Sklaven vor allem auf den Plantagen arbeiten. Zahlreiche spanische und portugiesische Missionare kamen im 15. und 16. Jahrhundert nach Südamerika und führten das Christentum ein, weshalb heute noch etwa 80 bis 90 % der Südamerikaner dem Katholizismus angehören.

Amerika ist seit langem eines der beliebtesten Reiseziele. Das liegt v.a. an der Vielfalt der Sehenswürdigkeiten, den Naturschauspielen und regionalen Besonderheiten. Die Ruinen der Inkas von Machu Picchu in Peru, der Obelisk von Buenos Aires, die Maja-Stätte Chichén Itzá in Mexiko oder auch die Basilika Notre Dame in Montreal, der Grand Canyon und die Freiheitsstaue in New York machen eine Reise auf den Doppelkontinent lohnenswert. Auch für Auswanderer ist der amerikanische Kontinent verlockender denn je, zwischen 1990 und 1999 erreichte die Anzahl der Immigranten ihren vorläufigen Höchststand: 9.775.000.

Amerika





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