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Kirche / Kloster

Frauenkirche

Die beiden Türme der Frauenkirche in München, der Kathedralkirche des Erzbischofs von München und Freising, zieren in knapp 99 Metern Höhe zwei sogenannte Welsche Hauben. Diese Turmbedeckungen sind eher aus der orientalischen Kunst bekannt und rekurrieren wohl auf den Felsendom in Jerusalem, der auf das himmlische Jerusalem verweisen soll. Die Welschen Hauben der Frauenkirche in München machen die Kirche zu einem Wahrzeichen der Stadt und grenzen sie gegenüber anderen gotischen Bauten deutlich ab.

Schon um 1240 errichteten die Wittelsbacher, eines der wichtigsten Adelsgeschlechter in Süddeutschland, am Rande ihrer damaligen Residenz eine Marienkapelle. 1468 begann man mit einem Neubau in größeren Dimensionen, der wohl aufgrund der wachsenden Bevölkerungszahlen und dem steigenden Repräsentationswillen von Herzog und Bürgern initiiert wurde. Bereits zehn Jahre nach der Grundsteinlegung konnte der Dachstuhl aufgesetzt werden und 1494 fand die Weihe statt. Für einen spätgotischen Bau ist die Kirche ungewöhnlich schlicht gestaltet, sie verzichtet auf Strebewerk und architektonische Verzierungen, sondern gewinnt vielmehr durch ihre enorme Größe an Monumentalität. Die heute schlichte Gestalt basiert aber auch auf der nüchternen Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg. 1944 wurde die Kirche stark zerstört und die letzte Etappe der Restaurierungsmaßnahmen war erst 1994 abgeschlossen. Das Innere stellt einen hellen, lichten Raum dar, der durch achteckige Pfeilerpaare untergliedert und durch ein wunderschönes Sternengewölbe bekrönt wird.

Zu den zahlreichen kostbaren Ausstattungsstücken der Kirche gehört als Ältestes das sogenannte Scharfzandtfenster, das heutige Chorhauptfenster. Ursprünglich gestiftet wurde es 1493 durch den Ratsherrn Wilhelm Scharfzandt für die Rupertuskapelle. Seit 1955 befindet es sich im Chor. Sehenswert sind auch die von Jan Pollak gemalte Maria im Ährenkleid, die sogenannte Schutzmantelmadonna, und ein frühgotischer Schmerzensmann, eine Statue Christi, der seine Wundmale zeigt. Im linken Seitenschiff befindet sich ein Kenotaph des 17. Jahrhunderts für den 1347 gestorbenen Kaiser Ludwig den Bayern. Die Gebeine Ludwigs liegen aber nicht in diesem Scheingrab, sondern wurden in der Krypta beigesetzt.

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    Münchner Frauenkirche

    Autor: Baedecker Redaktion

    ca. 1.371 Zeichen

    FRAUENKIRCHE

    Das 1494 geweihte Gotteshaus beeindruckt allein schon durch seine Ausmaße: Es ist  ... Ganzen Text lesen

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    FRAUENKIRCHE

    Das 1494 geweihte Gotteshaus beeindruckt allein schon durch seine Ausmaße: Es ist 109m lang und 40m breit, zusammen mit seinen beiden 99m hohen Türmen, deren welsche Hauben grüne Patina tragen. Der spätgotische Bau ist eine der größten Hallenkirchen Süddeutschlands und besticht durch die klare Gliederung.
    Öffnungszeiten:Sa. bis Mi. 7.00–19.00, Do. bis 20.30, Fr. bis 18.00;Turmauffahrt: April bis Okt.
    Mo. bis Sa. 10.00–17.00 Uhr

    Prunk-Hochgrab
    Das von Hans Krumper im 17. Jh. gestaltete Marmorgrab für Kaiser Ludwig den Bayern (1283–1347) zieren Bildnisse von Herzog Wilhelm IV. und Herzog Albrecht V. sowie Genien mit den kaiserlichen Insignien.ChorIm Chor beeindrucken hervorragende Glasgemälde (14.–16.Jh.) Hier ist die berühmte Schutzmantelmadonna »Maria im Ährenkleid« zu sehen; Jan Pollack schuf sie um 1510.ScharfzandfensterDie Glasgemälde der Chorfenster sind die einzigen, die noch aus der Erbauungszeit stammen. Zu den kostbarsten gehört das »Scharfzandfenster« (1493) von Peter Hemmel über dem Hochaltar.Sieben-Schmerzen-KapelleHier befindet sich die Gnadenfigur der »Mater dolorosa« (17./18. Jh.); das Gemälde »Christus am Kreuz« schreibt man dem Niederländer Van Dyck zu.GruftSie birgt die ältesten Gräber der Wittelsbacher in München, darunter das des letzten Königs Ludwig III. (gest. 1921).

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Frauenkirche

Metropolitanpfarrei Zu Unserer Lieben Frau Frauenplatz 12 80331 München
089 / 290082-0
089 / 290082-50
http://www.muenchner-dom.de/
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