Sehenswürdigkeit in Berlin

Gendarmenmarkt

Der Gendarmenmarkt im Herzen der Berliner Friedrichstadt bildet mit seinem beeindruckenden Bauensemble aus Konzerthaus und den flankierenden Deutschen und Französischen Domen sicherlich einen der architektonisch schönsten Plätze Berlins. In seiner Baugeschichte, seinen unterschiedlichen Benennungen und Funktionen spiegelt sich die Geschichte Preußens bzw. Deutschlands wie an kaum einem anderen Platz der Metropole.

Der heutige Gendarmenmarkt entstand ab 1688 als zentraler Marktplatz der in diesen Jahren unter Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg, dem späteren Friedrich I. von Preußen, neu angelegten Friedrichstadt.  Da sich hier in der Folge viele französische Einwanderer hugenottisch-reformierten Glaubens niederließen, erhielten sowohl diese als auch die einheimische lutherische Bevölkerung 1701 die königliche Erlaubnis zur Errichtung eines Gotteshauses auf dem Platz. Von den Stallungen des Kürassier-Regiments der „Gens d‘armes“, die sich hier von 1736 bis 1773 befanden, leitete sich späterhin der Namen des Platzes her. Unter Friedrich II. erhielt der Platz dann im Wesentlichen sein charakteristisches klassizistisches Erscheinungsbild: Den beiden gegenüberliegenden Domen wurden wuchtige Kuppeltürme aufgesetzt, die sie bis heute nahezu identisch erschienen lassen. Außerdem wurde der Platz nun mit gleichmäßig hohen, dreigeschossigen Häusern umbaut. An die Stelle der abgerissenen Stallungen platzierte man ein kleines Theater, das später erst durch ein Nationaltheater von C. G. Langhans und 1821 dann durch das Königliche Schauspielhaus in seiner heutigen Gestalt von K. F. Schinkel ersetzt wurde. 1859 folgte das auch heute wieder im Zentrum des Platzes befindliche Schillerdenkmal von Reinhold Begas. Nach Umgestaltungen unter den Nationalsozialisten und schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg, konnte der Platz, der seit 1950 offiziell „Platz der Akademie“ hieß, allmählich in seiner ursprünglichen Gestalt wiederhergerichtet werden. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands hieß er dann wieder „Gendarmenmarkt“. Das Schauspielhaus wurde während seines Wiederaufbaus zum Konzerthaus umgestaltet, als das es bis heute dient.

Heute zählt der Gendarmenmarkt zu einem der meistbesuchten repräsentativen Plätze in Berlin, den nicht nur viele gute Restaurants, sondern auch zahlreiche renommierte Hotels säumen. Er dient darüber hinaus als beliebter Ort für größere Veranstaltungen wie das alljährliche Classic Open Air-Konzert im Spätsommer oder das Einheitsfest am 3. Oktober jeden Jahres. Äußerster Beliebtheit erfreut sich auch der immer im Dezember hier stattfindende Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt.

Gendarmenmarkt

Gendarmenmarkt 10117 Berlin


http://www.berlin.de/orte/sehenswuerdigkeiten/gendarmenmarkt
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