Kulturmagazin
Midsommar: Tanzt du noch oder tobst du schon?
Neben Weihnachten gehört Midsommar in den skandinavischen Ländern zu den wichtigsten Festen. Überall wird zu Tanz und Schmaus um die Majstången geladen, wenn die astronomische Sommersonnenwende gefeiert wird. In den „Weißen Nächten“, in denen die Sonne kaum untergeht und die Tage länger werden, pilgern Familien und Freunde hinaus aufs Land. Besonders lebendig sind die Bräuche rund um den Midsommar in Schweden und Finnland.
Heidnische Ursprünge und christliche Traditionen
Midsommar steht in enger Verbindung zu dem Hochfest von Johannes dem Täufer, der am 24. Juni auf die Welt kam. Schon das Datum macht dies offenkundig: So legt ein Gesetz von 1953 fest, dass der „Midsommardag“ immer am Samstag zwischen dem 20. und 26. Juni gefeiert werden muss. Doch ähneln sich Johannisfeier und Midsommar auch in der Praxis, ein großes Feuer zu entzünden und darum zu tanzen. Gleichwohl darf der heidnische Ursprung des Festes nicht übersehen werden.
Wenn die Trolle tollen
Der Tanz um die Maistange
Durchzechte, nachtlose Nächte
In Finnland wird der längste Tag des Jahres mit dem Juhannus-Fest gefeiert. Hier geht der Ursprung sowohl auf den Johannestag zurück als auch auf das „Ukon juhla“ – das Fest des Gottes Ukko. Wenn der Herr über das Wetter, die Ernte und den Donner gefeiert wird, geht es laut zu: Der Lärm und das Trinken verheißen den Feiernden Glück und vertreiben die schlechten Geister. Und je mehr in der nachtlosen Nacht getrunken wird, desto üppiger die kommende Ernte.
Trevlig Midsommar - Frohen Mitsommer
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