Kulturmagazin

Re:publica – Netzkulturtreffen in Berlin

von Daniela Günther

» Alle Pixel sind geputzt, alle Stühle gestellt, alle Geräte geladen – los geht’s!  «


Mit diesen Worten begrüßt Sie re:publica, die größte Fachkonferenz Deutschlands über Blogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft. Vom 2. bis 4. Mai 2012 können die Besucher in der STATION-Berlin, dem ehemaligen Kreuzberger Postbahnhof, an Vorträgen und Diskussionsrunden teilnehmen und das auf einer Fläche von 20.000 qm. Rund 4000 Teilnehmer werden erwartet.

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Vor fünf Jahren wurde die re:publica noch als „Klassentreffen“ von Bloggern, Internetaktivisten und Netzintellektuellen abgetan. Damals fanden sich auch gerade mal 700 Teilnehmer unter dem Motto „Leben im Netz“ ein. Heute ist sie zu Deutschlands größter Konferenz zum Thema Web 2.0 und digitale Kultur herangewachsen.

Die re:publica ist aber keineswegs eine Marketingveranstaltung, die neue Produkte an die Menschen bringen will, sie sieht sich selbst vielmehr als „Spiegel der digitalen Gesellschaft genauso wie als Plattform der aktiven Netzgemeinde“. Hier kann und soll man Ideen austauschen, offen gegenüber neuen Technologien sein, dem Zeitgeist voraus denken und sich innovativ und kreativ miteinander austauschen. Es ist eine Fachkonferenz, die durch ihre Dynamik und unkonventionelle Art besticht.

So heißt das diesjährige Thema Act!ion. Die Veranstalter wollen damit die „Schubkraft sozialer Medien für politische Bewegungen symbolisieren“. Es geht dabei um das Überdenken alter Konzepte und Konventionen und das Vorantreiben neuer Ideen. Mobilität und Interaktivität spielen dabei eine große Rolle. Angestoßen durch die DIY- Bewegung sollen eingefahrene Muster in der Produktion und im Konsum überdacht und neu definiert werden. Natürlich wird auch darüber diskutiert werden, ob und wie Firmen wie Apple und Google unser Leben beeinflussen und wie weit man sich selbst im Netz schützen muss. In diesem Zusammenhang wird es auch Debatten über das umstrittene Urheberrechtsabkommen ACTA geben.

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Mehr als 350 internationale Sprecher sind zu diesen und weiteren Themen geladen und werden mit ihren Vorträgen rund 200 Stunden Programm füllen. Unter den Referenten finden sich neben den bekannten Szene-Größen wie Sascha Lobo auch EU-Kommissarin Neelie Kroes, Gründer der Internetplattform XING Lars Hinrich, Chaos-Computer-Club-Sprecherin Constanze Kurz, Piraten-Politikerin Marina Weisband und Regierungssprecher Steffen Seibert.

Neben den zahlreichen Vorträgen bleibt die Fachkonferenz ihrem Motto Act!ion treu und zeigt ein buntes Rahmenprogramm aus Improvisationstheater, Parkour-Workshops, Twitter Symphonien und mobilen Spielen. Also machen Sie aus ihren Tweets Musik, lösen Sie gemeinsam Rätsel, überwinden Sie scheinbar unüberwindbare Hindernisse oder rufen Sie einfach mal „Möp“ und lassen sich überraschen.

Wer es nicht nach Berlin schafft, der kann, wie es sich für eine Konferenz zum Thema Netzkultur gehört, die Vorträge der Stage 1 im Livestream mitverfolgen. Fotos werden vom re:publica Team in einem eigens eingerichteten Archiv und auf Flickr bereit gestellt.

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